Aus der Geschichte nicht gelernt.

“Die Bahn kommt“- Verantwortung bleibt auf der Strecke!
(Dresden) Gerade einmal zwanzig Minuten konnten die Dresdner Jusos am Mittwochvormittag ihre Kritik an der Deutschen Bahn äußern. Dann griff die Bundespolizei auf dem Hauptbahnhof ein, stellte die Personalien der jungen Leute fest und unterband die Protestaktion. Deren Anlass war das unverständliche Verhalten der Deutschen Bahn, für die Ausstellung „Zug der Erinnerung“ hohe Standgebühren zu verlangen. „’Die Bahn kommt‘ – doch die Verantwortung bleibt auf der Strecke. Keine Rechnung für den Zug der Erinnerung!“ lautete das Transparent der Jusos.

Richard Kaniewski, Vorsitzender der Jusos Dresden, hat dafür kein Verständnis: „Wie dreist kann man eigentlich sein? Die Deutsche Bahn lässt sich die Aufarbeitung ihrer Geschichte auch noch bezahlen. Dies ist nicht hinnehmbar, verantwortungslos und einfach unanständig! Wir fordern Herrn Mehdorn und den Vorstand der Deutschen Bahn auf, von Zahlungsforderungen mit sofortiger Wirkung abzusehen und die bisher gezahlten Gelder wieder zurück zu erstatten. Das Engagement des Zug der Erinnerung e.V ist beeindruckend, die Haltung der Deutschen Bahn hingegen beschämend. Es kann doch nicht sein, dass ein Projekt, welches sich mit einem Teil der Geschichte der Deutschen Bahn beschäftigt, auch noch Streckennutzungs- sowie Standgebühren bezahlen muss. Ist der Bahn ihre historische Verantwortung gar nichts wert?“, so der Vorsitzende abschließend.

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