Orosz kneift – Phantomkandidatin liebt Fototermine, aber keine offenen Diskussionen

„Kein Kandidat kann alle Termine wahrnehmen“, so Richard Kaniewski mit Blick auf das neuerliche Fehlen von Helma Orosz bei einer der vielen Kandidatenrunden; „aber der Fall ist typisch und nur eins von vielen Beispielen der Gesprächsverweigerung von Frau Orosz. Es drängt sich der Eindruck auf, dass kontroverse Themen von der Kandidatin konsequent vermieden werden.

Warum fürchtet Helma Orosz die offene Diskussion mit den Bürgern? Hat sie Angst, das mit Schönwetterterminen aufpolierte Image zu verlieren? Mit diesem Verhalten disqualifiziert sie sich selbst! Dresden braucht einen OB, der wieder mit allen Bürgern redet, und nicht nur dann, wenn Kameras dabei sind und kein Widerspruch droht.“ Einzelne Nicht- Teilnahmen der Kandidaten sind bereits bekannt geworden, die Liste ist aber viel länger. Hier nur eine Auswahl:

  • Am 23. Januar findet eine Diskussion zur Zukunft der städtischen Krankenhäuser auf der Personalversammlung beider Krankenhäuser statt. Jähnigen, Sühl und Lames folgen der Einladung, Orosz nicht.
  • Am 26. März veranstaltet Dresden Fernsehen eine Kandidatenrunde. Orosz nimmt teil, aber nur unter der Bedingung, dass keine offene Diskussion unter den Kandidaten stattfindet, sondern nur Antwortstatements abgegeben werden können. Peter Lames wären zu einem lebendigen Meinungsaustausch bereit gewesen.
  • Am 7. April lädt die Löbtauer Kirchgemeinde zu einer Kandidaten- Vorstellungsrunde. Die Kandidatin sagt wegen Terminschwierigkeiten ab. Eine Vertreterin von Orosz kann vor Ort aber nicht sagen, welcher Terminkonflikt besteht.
  • Am 26. April bittet die Bürgerinitiative Schloss Übigau im Rahmen des Schlossfestes zur Diskussion über das Thema „Wie halten Sie´s mit der Kultur?“. Selbst der frisch gekürte FDP- Kandidat Hilbert kommt, Orosz aber nicht.
  • Im Mai ist von riesa efau eine Diskussionsveranstaltung mit allen OB- Kandidaten geplant. Diese fällt aber aus, nachdem die Kandidatin Orosz abgesagt hat. Als Grund für die Absage geben die Veranstalter „Chancengleichheit“an, aber können die anderen Kandidaten etwas dafür, wenn Orosz nicht kommen kann oder will? Wäre die Veranstaltung auch abgesagt worden, wenn Eva Jähnigen nicht hätte kommen können?
  • Das Welterbezentrum Dresdner Elbtal plante für den 26.5. eine Kandidatendiskussion zum UNESCO- Welterbe, ursprünglich hatte Orosz hier zugesagt, doch dann überraschend wieder einen Rückzieher gemacht. Jetzt findet die Veranstaltung in dieser Form nicht mehr statt. Warum? Hat die CDU- dominierte Verwaltung Einfluss genommen?
  • 2. Jugend- Redepodium Dresden, geplant zum Welterbetag am 1. Juni und vom Veranstalter „Dresden Heritage“ schon angekündigt, wurde vor wenigen Tagen ebenfalls zurückgezogen, warum? Man denkt unwillkürlich an die Kritik, welche diese offene Diskussionsveranstaltung im vergangenen Jahr mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse ausgelöst hat.

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