Bildungspolitischer Blindflug in Dresden

Jusos Dresden empört über Stand der Schulsanierungen in Dresden

Die Stadt hat angefangen endlich einige Schulen in Dresden zu sanieren. Aktuelle Bauprojekte sind unter anderem das Romain- Rolland- Gymnasium. An anderen Schulen ist der Sanierungsbedarf jedoch weiterhin hoch. „Sei es die Turnhalle des Gymnasiums in Cotta, die sanitären Anlagen der 35. Mittelschule oder die, wegen Schimmelbefalls gesperrten, Räume der 89. Grundschule. Beispiele für die marode Bildungslandschaft in Dresden gibt es genug.“, sagt Benjamin Kümmig, Vorsitzender der Jusos Dresden.

„Von normaler Lernatmosphäre kann da keine Rede sein. Das Problem ist nur, dass die Verantwortlichen im Rathaus die Probleme seit Jahren kennen und dennoch untätig bleiben. So fällt der Applaus für CDU und FDP bescheiden aus.“, ergänzt Hannah Gilles, Sprecherin des Arbeitskreises für Schule und Ausbildung der Jusos Dresden.

Die Stadt plant der akuten Platznot vor allem an Grundschulen mit Containern zu begegnen. Ein Programm zur Sanierung der Schulen fehlt bislang gänzlich. „Wir fordern die Verantwortlichen im Rathaus auf, mehr Geld in die Hand zu nehmen, um in die bildungspolitische Infrastruktur zu investieren. Die Nutzung von Containern darf nur eine Übergangslösung für die nächsten ein bis zwei Jahre sein. Wirklichen Lösungen wären der Neubau von Grundschulen und die Investition von jährlich 65 Mio. € für die Sanierung der bestehenden Schulen.“, so Kümmig. „Es ist befremdlich, wie wenig die Bildung in Dresden wert zu sein scheint!“

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