Neuregelung zur Straßenkunst unpraktikabel und realitätsfern!

Anlässlich der am Freitag stattfindenden Demonstration gegen die Neuregelung der Straßenkunst kritisieren auch die Dresdner Jungsozialisten die geplanten Maßnahmen. Aus Sicht des SPD-Jugendverbands produziert die neue Vorgehensweise erheblichen bürokratischen Aufwand und schränkt die Straßenkünstler unverhältnismäßig in ihrer Arbeit ein.

Aber auch das Handeln der Stadtverwaltung wird kritisiert: So hat die Oberbürgermeisterin mit ihrer Neuregelung den Stadtrat übergangen, obwohl sich dieser mehrfach negativ zu den Vorschlägen der Verwaltung positioniert hat.

„Man muss sich schon fragen, ob die Stadtverwaltung der Straßenkunst komplett den Garaus machen will.“ so der Dresdner Juso-Vorsitzende Stefan Engel.

„Eine tägliche Beantragung und die Beschränkung auf maximal zwei Auftritte wöchentlich sind vollkommen realitätsfern und abstrus. Auch die Konzentration auf wenige Innenstadt-Standorte und die für jeden Auftritt zu entrichtende Verwaltungsgebühr von fünf Euro werden die Vielfalt der Dresdner Straßenkunst massiv einschränken. Dass in der Weihnachtszeit Straßenkunst komplett untersagt werden soll, passt da leider gut ins Bild.“

„Natürlich muss eine Stadtverwaltung auf Beschwerden reagieren. Der bisher eingeschlagene Weg führt aber in eine Sackgasse. Zu einer selbsternannten Kunst- und Kulturstadt gehören nicht nur Oper und Schauspielhaus, sondern auch für jedermann erlebbare Kultur auf der Straße.“ so der Juso-Chef.

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 400 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

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