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Jugendliche Wohnungslose brauchen umgehend Hilfe – Jusos Dresden fordern sofortige Perspektive für das Lindenhaus

Seit Anfang der Woche ist bekannt, dass der Betreiber des Lindenhauses, die Dresdner Tafel, gekündigt hat. Damit droht dem Haus, in dem jugendliche Wohnungslose einen Platz zum Wohnen und Schlafen finden, die Schließung. Die Jusos Dresden setzen sich dafür ein, dass den von Obdachlosigkeit bedrohten derzeitigen Bewohnern des Lindenhauses schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Stefan Engel, Vorsitzender der Dresdner Jusos, sieht dabei vor allem die Landeshauptstadt in der Pflicht: „Die elf jungen Bewohner, die bis jetzt im Lindenhaus gelebt haben, stehen durch die Kündigung der Dresdner Tafel vor dem Nichts. Sie brauchen umgehend eine neue Perspektive! Unabhängig von vertraglichen Verpflichtungen gebietet es allein schon die Menschlichkeit, dass Sozialbürgermeister Seidel so schnell wie möglich Alternativen für die Betroffenen garantiert, damit diese die eiskalten Wintermonate nicht auf der Straße verbringen müssen.“

Neben dem Obdach bietet das Lindenhaus auch intensive soziale Betreuung für die Bewohner und warme Mahlzeiten für Bedürftige in der Altstadt. „Dieser soziale Bezugspunkt im Stadtteil darf nicht wegfallen“, meint der Juso-Vorsitzende und ergänzt: „Die Stadt muss ein klares Bekenntnis zum Standort Lindenhaus abgeben und sich so schnell wie möglich um einen neuen Betreiber für das Gebäude bemühen.“

Jusos Dresden laden zur Informationsveranstaltung über die Arbeit der Dresdner Nachtcafés ein

NachtcafeDie Dresdner Jusos laden am Donnerstag, den 13. Dezember ab 18.30 Uhr alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zur Arbeit in den Dresdner Nachtcafés ein. Als Gast konnte der Jugendverband der Dresdner SPD Michael Mäthger, Sozialberater der Diakonie Dresden gewinnen.

Hinter den Nachtcafés verbirgt sich eine Initiative der Diakonie Dresden, die wohnungslosen Menschen ohne Vorbedingungen eine nächtliche Zuflucht , warmes Essen und Zuwendung gibt. Seit dem 1. November öffnen 7 christliche Gemeinden ihre Türen, um Bedürftigen zwischen 20 und 7 Uhr einen festen Anlaufpunkt zu bieten. Doch die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Nachtcafés haben sich empfindlich gewandelt. Da die Initiative seit diesem Jahr nicht mehr über das Bundesprogramm Kommunal Kombi gefördert werden kann, fielen drei Mitarbeiter weg, die sich noch im vergangenen Jahr mit etwa 170 Ehrenamtlichen die Arbeit teilten. Über einen Solidarbeitrag konnten evangelisch- lutherischen Kirchgemeinden immerhin eine Personalstelle für die diesjährige Saison sicherstellen. Ergänzend helfen in regelmäßigen Abständen eine Ärztin, eine Fußtherapeutin und eine Friseurin ehrenamtlich.

„In den kalten Wintermonaten sind die Nachtcafés für viele Menschen, die kein wärmendes Dach mehr über dem Kopf haben, die einzige verlässliche Zuflucht. Die Kirchgemeinden leisten mit ihrer Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag, um Obdachlosen beizustehen. Dieses Angebot zu unterstützen und zu erhalten, muss ureigenstes Interesse der Stadt Dresden sein. Obdachlosigkeit ist in unserer Gesellschaft ein weit unterschätztes und vor allem auch wachsendes Problem. Alles voran steigende Mieten, verschärfte Sanktionen der Arbeitsagenturen und geringer werdende Hilfsangebote lassen immer mehr Menschen in diese Notsituation abrutschen. Hier muss aktiv gegengesteuert werden.“, so Stefan Engel, Vorsitzender der Jusos Dresden.

Veranstaltungsort wird das Bürgerbüro der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Friedel („Die Genossenschaft“, Prießnitzstraße 20, 01099 Dresden) sein. Los geht es 18.30 Uhr.

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 400 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.