Archiv für den Monat: August 2010

PM: „Jusos und Linksjugend fordern Konsequenzen aus brutalem Überfall auf Dresdner SC!“

Zu den Vorfällen im Heinz-Steyer-Stadion am vergangenen Samstag und dem resultierenden Spielabbruch erklären die beim Spiel anwesenden Benjamin Kümmig, Vorsitzender der Jusos Dresden und Georg Wehse, Vorsitzender der Linksjugend Dresden:

„Die Übergriffe vom Wochenende zeigen deutlich, dass auch in und um Dresden die Gewalt in den unteren Ligen ein Problem darstellt und der Rote Stern Leipzig kein Einzelfall ist. Die Polizei ist zum Teil unterbesetzt und die Politik zeigt andererseits wenig Interesse daran zu verhindern, dass Stätten des Sports zu rechtsfreien Räumen verkommen. Es ist einzig und allein dem beherzten Eingreifen des Ordnungsdienstes und dem couragierten Auftreten der DSC-Fans zu verdanken, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.“, so Georg Wehse.

In der 55. Minute (Spielstand 2:0) stürmten 15 – 20 mit Sturmhauben maskierte Personen das Steyerstadion. Sie rannten dabei gezielt auf die Hauptribüne, auf der vor allem Familien mit Kindern saßen. Dabei gingen sie gewalttätig gegen Anhänger der Heimmannschaft vor und versuchten Banner eben dieser zu entwenden. Einer der Angreifer konnte durch den Ordnungsdienst festgehalten und der Polizei übergeben werden.

„Fair Play sollte auch in der Bezirksklasse groß geschrieben werden. Umso bedauerlicher ist es, dass die ca. 50 mitgereisten Anhänger des Post-SV Dresden grinsend das Treiben beobachteten, anstatt sich solidarisch den Störern entgegenzustellen. Den Gipfel der Unsportlichkeit lieferte allerdings die Mannschaft. Anstelle den Spielbetrieb fortzusetzen und zu signalisieren, dass man sich den Sport nicht von Gewalttätern kaputt machen lässt, weigerten sich die Gäste anzutreten, in der Hoffnung die 3 Punkte am grünen Tisch zu erhalten. Wir fordern von den zuständigen Behörden die rücksichtslose, lückenlose Aufklärung der Straftaten, unter anderem versuchte schwere Körperverletzung, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung. Außerdem erwarten wir vom Sportgericht eine objektive Bewertung der Tatsachen, mit ensprechenden Konsequenzen“, ergänzt Benjamin Kümmig, Vorsitzender der Jusos Dresden.