Archiv der Kategorie: Aktuelles von der Hochschulgruppe

TU Dresden möchte das Teilzeitstudium stärken

Senatskommission Lehre spricht sich für Teilzeitstudium in allen Studiengängen aus

Die Juso Hochschulgruppe Dresden hat in Erfahrung gebracht, dass in der Sitzung der Senatskommission Lehre am 2. Mai einen Antrag aus dem Studentenrat zur Stärkung des Teilzeitstudiums beschlossen wurde. [1] Der Antrag beinhaltet ein Maßnahmenpaket, welches Ausnahmeregelungen bei Langzeitstudiengebühren, das Teilzeitstudiums als Qualitätsziel der TU Dresden sowie ein vereinfachtes Antragsverfahren vorsieht. [2]

„Die JHG Dresden begrüßt die Entscheidung der Senatskommission zur Stärkung des Teilzeitstudiums. Durch die Einführung des Teilzeitstudiums als Qualitätsziel wird in Zukunft sozial benachteiligten Studierenden ein flexibles Studium ermöglicht.“, so Aurobindo Munikoti, Sprecher der Juso Hochschulgruppe.

Der Antrag wird auf Empfehlung der Senatskommission im Juni vom Senat behandelt.Außerdem wird er an die Universitätsleitung und den Arbeitskreis Q zur Umsetzung übergeben.

„Das Teilzeitstudium ermöglicht es in geringerem zeitlichen Umfang zu studieren. So haben auch berufstätige Studierende oder Studierende, die sich um eigene Kinder oder Pflegefälle in der Familie kümmern, eine Chance ein Studium abzuschließen.“ erläutert Matthias Lüth, Referent Lehre und Studium im Studentenrat, die Ziele des Teilzeitstudiums.

Die Möglichkeit an der TU Dresden in Teilzeit zu studieren, besteht seit Februar 2014 mit der Einführung der Ordnung über das Teilzeitstudium. [3] Zum Zeitpunkt der Erstellung bietet die TU Dresden nur 33 Studiengänge in Teilzeit, aber 206 Studiengänge in Vollzeit an.

Für Rückfragen steht Ihnen Aurobindo Munikoti telefonisch unter 0176 43645576 zur Verfügung.

[1] Angestoßener Verbesserungsprozess
[2] Antrag des Studentenrats
[3] Ordnung über das Teilzeitstudiums

Aurobindo Munikoti
Sprecher Juso Hochschulgruppe Dresden

Pressemitteilung (PDF)

Politischer Diskurs – jetzt!

Wir, als Juso Hochschulgruppe Dresden, sehen in der sächsischen Hochschulpolitik großen Nachholbedarf hinsichtlich politischer Bildung auf dem Campus.

Politischen Hochschulgruppen haben es schwer, aktiv am Campus politische Inhalte, welche klar zur Positionierung und zur Förderung eines politischen Verständnisses auch für bundespolitische Themen, studierendenoffen und strukturell zu diskutieren. Besonders bedauerlich ist dabei die mangelnde Wahlbeteiligung an hochschulinternen Wahlen wie z.B. die Wahlen für die Fachschaftsräte oder die Wahlen für den Senat. Dabei wird leider auch das Plenum des Studentenrates nicht direkt gewählt, sondern nur durch die Fachschaftsräte zusammengesetzt. Wir sehen darin eine große Gefahr, dass auch nach dem Studium eine starke Abneigung bzw. eine Gleichgültigkeit dem demokratischen Recht einer Wahl begegnet wird, welches vor allem in Sachsen, wo die Wahlbeteiligung bereits während diverser Wahlen wie bei der Landtagswahl 2014, sowie bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden 2015 erschreckend gering war, ein großes Problem darstellt.

Auftrag eines StuRas ist auf der einen Seite natürlich die Vertretung der Studierenden. Darüber hinaus sollte aber auch der politische Diskurs aktiv angeregt und Hürden dazu abgebaut werden. Mit dem Projekt namens „WHAT!“, welches mittlerweile ein eigenes Referat im Geschäftsbereich Hochschulpolitik des StuRas ist, hoffen wir, dass endlich politische Hochschulgruppen stärker in den universitären Diskurs integriert werden und dass in Sachsen an Hochschulen endlich strömungspolitisch gestritten werden kann.

Studierende sollten politisch differenziert, sich kritisch mit parteipolitischen/strömungspolitischen Inhalten auseinandersetzen können!

Verschwörungstheoretiker an der TU Dresden – Uni-Verwaltung muss handeln!

 Am Dienstag, dem 01.11., findet ab 19:30 Uhr im Audimax der TU Dresden ein Vortrag unter dem Titel „ Illegale Kriege – Wie die NATO-Länder die UNO zerstören“ statt. Referent der Veranstaltung ist Dr. Daniele Ganser vom „Schweizer Institut für Friedensforschung und Energie“. [1]

Dr. Ganser fiel bereits in der Vergangenheit auf, als er zusammen mit dem Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann („Wehrsportgruppe Hoffmann“) versuchte, den rechten Terroranschlag auf das Oktoberfest 1980 als Verschwörung der NATO darzustellen, oder als er als Gast auf dem Kongress der „Anti-Zensur-Koalition“ auftrat, auf dem der Holocaust geleugnet wurde. Auch hat er schon zuvor versucht, aktuelle außenpolitische Entwicklungen und Kriege durch einseitige Schuldzuweisungen an die USA und die NATO zu erklären und Terroranschläge wie die auf „Charlie Hebdo“ als staatliche False-Flag-Operationen darzustellen. Ähnliches ist auch für die Veranstaltung in der TU zu erwarten. Daniele Ganser empfiehlt als Alternative zum Konsum deutscher Medien den russischen Staatssender Russia Today (RT). [2]

Stefan Engel, Vorsitzender der Jusos Dresden, erklärt dazu:

„Diese Veranstaltung würde die lange Liste an Peinlichkeiten, durch die Dresden gerade weltweite Bekanntheit erlangt, gut vervollständigen. Es ist mir unbegreiflich, wie einem solchen unwissenschaftlichen Mumpitz an der TU eine Bühne gegeben werden kann. Die Universitätsverwaltung sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Herrn Ganser wieder auszuladen. Wenn die TU eine Exzellenzuniversität mit hohem wissenschaftlichen Anspruch sein will, darf sie kruden Verschwörungstheorien in ihren Räumlichkeiten keine Plattform bieten.“

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 350 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

[1] http://www.weltbuch.com/tickets/dresden-gespr%C3%A4che/

[2] https://www.psiram.com/ge/index.php/Daniele_Ganser

[25.10.] Studieren kann heute doch jede*r – oder?

Studieren erscheint heute dank BAföG, Semesterticket und Co. allgemein zugänglich und für Viele nahezu selbstverständlich. Die Studierendenzahlen steigen Jahr für Jahr und so sind heute bereits mehr als 2,5 Millionen an deutschen Hochschulen immatrikuliert.

Doch gibt es immer noch finanzielle oder soziale Grenzen, die Teile der Interessierten und Immatrikulierten nur schwer überwinden können? In welchen Bereichen des Studierendenlebens bestehen noch derartige Herausforderungen und wer ist betroffen?

Die Jusos Dresden und die Juso-Hochschulgruppe wollen am Dienstag, den 25. Oktober gemeinsam mit Sascha Schramm, dem Referenten für Soziales des StuRa der TU Dresden und Matthias Schüssler von der Hochschulgruppe Arbeiterkind.de über diese Fragen und möglichen Handlungsbedarf diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Genossenschaft (Prießnitzstr. 20).

Die Veranstaltung steht selbstverständlich allen Interessierten offen. Kommt vorbei!

Diskussion am 24. Oktober: Krise der Parteien oder Krise der Demokratie?

Die Wahlergebnisse der großen Parteien sind vielerorts im Keller und die Zahl aktiver Parteimitglieder sinkt kontinuierlich. Klassische Wege politischer Beteiligung scheinen dem Frust und der Ablehnung auf der Straße zu weichen.

Ist unser Parteiensystem gezwungen, sich anzupassen, oder fehlt es insgesamt an Zustimmung zum Konzept einer repräsentativen Demokratie? Und was kann die Politik tun, um das Vertrauen in die Demokratie und die Bereitschaft zur Partizipation wieder zu erhöhen?

Um diese Fragen mit euch zu diskutieren, hat die Juso-Hochschulgruppe Dresden den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil und die sächsische Bundestagsabgeordnete Simone Raatz an die TU Dresden eingeladen. Die Veranstaltung findet am Montag, den 24. Oktober, ab 19 Uhr im Festsaal des Rektoratsgebäudes der TU Dresden (Mommsenstraße 11) statt.

[14.6.] Juso-Hochschulgruppe: Ukrainische Nacht. Lesung + Diskussion mit Kateryna Mishchenko

Veranstaltung der Juso-Hochschulgruppe – 14. Juni ab 19 Uhr; TU-Hörsaalzentrum Raum 103/U

Kateryna Mishchenko wird uns auf eine Reise mit durch die Ukraine und auf den Maidan nehmen. Sie war dabei als sich die Ukraine nachhaltig änderte und sich gegen die „Janukowytsch-Regierung“ wehrte. Dafür wird sie aus verschiedenen Essays vorlesen, um uns einen Einblick in das Leben und die Einstellungen der Bevölkerung zu geben. Im Anschluss wird Raum für Fragen und Diskussion vorhanden sein.

Die Referentin:

Kateryna Mishchenko lebt als Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin aus dem Deutschen in Kiew. Sie ist Mitbegründerin des ukrainischen Verlages „Medusa“. Sie arbeitete als Übersetzerin im menschenrechtlichen und sozialen Bereich. Ihre Essays wurden in ukrainischen und internationalen Zeitschriften publiziert. Sie veröffentlichte u.a. auf Deutsch die Essays „Der Schwarze Kreis“ in dem Sammelband „Euromaidan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht“ und „Stille Aktion“ im Band „Testfall Ukraine“, die 2014 im Suhrkamp Verlag erschienen.