Archiv der Kategorie: Blog

Hier bloggen Genossinnen und Genossen oder Menschen, die den Jusos nahestehen.

Rückblick: Offener Treff zum Thema Rente

Am 6. Februar haben wir uns in der Genossenschaft bei einem Offenen Treff mit dem Thema Soziale Sicherung und im Speziellen der Alterssicherung auseinandergesetzt.

Auf Basis des Projekttages zur Rente im vergangenen November in Leipzig gab es eine Einführung in das Thema mit anschließender kontroverser Diskussion. Im Mittelpunkt der Diskussion standen neben dem im Oktober neu beschlossenen Grundsatzprogramm der Jusos Sachsens auch die beiden Vorschläge des Projekttages einer Lebensrente bzw. einer Zusatzrente für eine bestimmte Anzahl von Beitragsjahren.

Neben diesen zentralen Aspekte wurden auch das Renteneintrittsalter, eine Erweiterung der Beitragszahlenden sowie die Beitragsbemessungsgrenze thematisiert.

Mit dem Offenen Treff ist das Thema für uns jedoch nicht abgeschlossen. Es gibt eine Themengruppe, die sich weiterhin mit dem Thema Soziale Sicherung beschäftigen wird. Dies Gruppe ist offen für alle und Interessierte können sich gern direkt bei Matthias Lüth oder unter info@jusos-dresden.de melden.

Wahlkampf fetzt!

Seit Ende Mai sind wir bereits auf den Straßen Dresdens unterwegs, um mit euch über eure Themen zu sprechen und um für unsere Ideen und Position zu werben, damit mit der Bundestagswahl am 24. September ein erster Schritt für eine gerechtere Gesellschaft getan werden kann. Die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt jetzt! Wir wollen euch dazu ein kurzes Blitzlicht unserer Aktionen und Erlebnisse der letzten Monate geben.

Mit unseren ersten Aktionen waren wir bereits auf verschiedenen Stadtteilfesten unterwegs (Sankt Pieschen, Bunde Republik Neustadt, Hechtfest), wo wir euch bei Jelly-Shots und Snacks, oder beim Beutel bedrucken zusammen mit dem Ortsverein Neustadt um eure Vorstellung zu einer besseren und gerechteren Politik befragt haben. Dabei waren wir erstaunt, wie viele eurer Ideen und Forderung doch tatsächlich mit denen von uns Jusos und dem Wahlprogramm der SPD Hand in Hand gehen. Wir haben uns am Ende sehr über die vielen Gespräche und unserer übervollen Wand mit euren Forderungen gefreut.

Neben den spaßigen und vor Feierlaune strotzenden Aktionen auf den Festen, müssen aber auch Plakate gehängt werden und morgens bei Sonnenaufgang Wähler*innen auf ihrem Weg zur Arbeit mit Wahlinformationen und Vitaminen für den Tag versorgt werden. Damit aber auch dort der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür sorgt unser Bundestagskandidat Richard Kaniewski im nördlichen Wahlkreis. Denn wer am Morgen noch nicht ansprechbar ist oder erst später auf dem Weg in die Uni ist, kann sich ein paar Freunde zu sich nach Hause einladen, während Richard zusammen mit einem Kasten Getränke eurer Wahl dazustößt und sich von euch Löcher in den Bauch fragen lässt. Wir Jusos sind auch immer gern bei den spannenden und manchmal sehr langen Abenden dabei.

Darüber versuchen wir auch an der Uni, auf der Prager Straße oder im Alaunpark ein nettes Ambiente zu bieten, wo ihr euch bei uns entspannen könnt, um in der Lernpause einen Kaffee bei uns zu trinken, euch bei Kuchen und Muffins die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen oder mal kurz eure Einkaufstaschen bei uns abzustellen. Ein nettes Gespräch mit uns sollte dabei nicht fehlen, bisher gab es dabei noch nichts zu meckern.

Wir freuen uns euch in den nächsten Wochen zu begegnen und tolle Gespräche zu führen. Wenn ihr wissen wollt, wann und wo wir gerade unterwegs sind, dann schaut doch einfach auf Facebook oder Instagram vorbei!

Unsere wichtigsten Idee und Positionen zu Bundestagswahl und den Themen Investitionen, Wohnen, Bildung, Gleichstellung, Europa, Arbeit sowie Hochschule, findet unter folgender Homepage!

Achter Platz und gute Amtosphäre beim Kick Racism VI

Wie in den letzten Jahren, nahmen die Jusos Dresden auch am vergangenen Samstag wieder mit einem Team am antirassistischen Fußballturnier in Erinnerung an Marwa El-Sherbini teil, um gemeinsam mit Organisator*innen sowie Teilnehmenden und Unterstützenden ein Zeichen zu setzen.

„Der AK Bewegung“ erreichte bei hervorragendem Wetter und bester Stimmung einen achtbaren Achten Platz. Nachdem man sich in der Gruppe C bei zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage lediglich den „Soccer Legends“ geschlagen geben lassen musste, erreichte das Team der Jusos Dresden in der Silbergruppe, hinter dem „FC Maghreb“, ebenfalls den zweiten Platz.

Mit dem Zweiten Platz in der Vorrunde und dem zweiten Platz in der Endrunde der Gruppenzweiten (2x2x2) machte am Ende der Platz auch mathematisch Sinn.

An dieser Stelle wollen sich die Jusos Dresden auch noch einmal bei den Organisator*innen, bei den 29 fairen Mannschaften und natürlich bei allen bedanken, die uns mit eigenem Schweiß oder motivierenden Anfeuerungen unterstützt haben – wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Kick Racism, was ist das?

Kick Racism ist ein antirassistisches Fußballturnier. Es wird in Gedenken an die 2009 in Dresden ermordete Marwa El-Sherbini veranstaltet. Wir möchten mit diesem Turnier ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz setzen – heute mehr denn je. Das Turnier wird seit 2012 jährlich veranstaltet. Organisiert wird der Cup von der Abteilung Fußball des Dresdner SC 1898.

Jusos und Linkjugend hissen Regenbogenfahne am Rathaus

Gemeinsame Pressemitteilung Jusos Dresden und Linksjugend Dresden

Rathaus soll endlich Farbe bekennen

Am Samstagvormittag hissten Mitglieder der Linksjugend und der Jusos in Dresden eine Regenbogenfahne an den Fahnenmasten des Dresdner Rathauses. Mit der Aktion reagierten die Jugendorganisationen auf die erneute Weigerung von Oberbürgermeister Hilbert, anlässlich des alljährlichen Christopher Street Days keine Regenbogenfahnen vor dem Rathaus aufhängen zu lassen.

Dazu äußert die Vorsitzende der Jusos Dresden, Sophie Koch:
„Dresden soll endlich Farbe bekennen für die Vielfalt von Lebens- und Liebensweisen. In anderen Städten ist es selbstverständlich, Regenbogenfahnen vor wichtigen Gebäuden zu hissen – Dresden tickt da leider anders. Gerade hier, wo rassistische und homophobe Äußerungen und Taten in Teilen der Gesellschaft salonfähig werden, erwarten wir eine sichtbare Haltung der Stadt.“

Der Jugendpolitische Sprecher der Linksjugend Dresden, Christopher Colditz, ergänzt:
„Es ist ein Armutszeugnis für den deutschlandweit einzigen liberalen Oberbürgermeister einer Großstadt, nicht klar Flagge für eine tolerante Stadtgesellschaft zu zeigen. Für jemandem, der noch vor 2 Jahren auf dem CSD zum Wahlkampf sein Konterfei präsentierte und „gleiche Rechte für vielfältige Familienformen“ forderte, sollte es das mindeste sein, am Rathaus die Regenbogenflagge zu hissen!“.

Während der liberale Oberbürgermeister Hilbert in seinen Grußworten im Programmheft des CSD noch davon spricht, dass wir ein „Zeichen für Vielfalt und Toleranz“ benötigen, schafft er es nicht, zum CSD die Regenbogenflagge an den Masten des Rathauses zu hissen. Er schiebt auch dieses Jahr erneut die sächsische Beflaggungsordnung vor, wobei Städte wie Leipzig, Chemnitz und Pirna zeigen, dass die Beflaggung problemlos möglich ist.

Die Jugendverbände von SPD und der Partei DIE LINKE. wollen mit der Aktion auf diesen Missstand aufmerksam machen und hoffen, dass OB Hilbert den Willen hat, dies in den nächsten Jahren zu ändern.

Der Christopher Street Day ist eine jährlich stattfindende Aktionswoche von verschiedenen Parteien, Gruppen und anderen Veranstaltern, die auf die Anliegen von Lesben, Schwulen und Transpersonen aufmerksam machen will.

Internationaler Abend: Indien Land der Gegensätze

Diese Woche hat unser Vorstandsmitglied Paula Röver uns bei einer Veranstaltung in der Genossenschaft von ihrem umweltpolitischen Freiwilligendienst in Indien berichtet. Wir finden, dass ein solcher Freiwilligendienst eine tolle Möglichkeit für junge Menschen ist, die Welt kennenzulernen und sich politisch zu engagieren. Wenn ihr auch Interesse an einem solchen Dienst habt, schaut doch mal bei den Angeboten von Weltwärts vorbei!

Hier dokumentieren wir einen Bericht Paulas, den sie nach der Rückkehr aus Indien verfasst hat:

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Freundinnen und Freunde,

seit anderthalb Monaten bin ich jetzt schon wieder in Deutschland, auch wenn es sich viel kürzer anfühlt und wie versprochen wollte ich mich noch ein letztes Mal melden.

Ich blicke auf ein unglaubliches Jahr zurück, voller Abenteuer und neuer Erfahrungen. Nie zuvor in meinem Leben habe ich so viel in so kurzer Zeit gelernt, über mich, die Welt, Indien, Deutschland. Ich bin an dem letzten Jahr unglaublich gewachsen, Indien hat mir so viel gegeben, aber trotz der Tatsache, dass ich mich verändert habe, bin ich im Grunde doch die Person geblieben, die ich davor war (zumindest, wenn ich den Menschen in meinem Umfeld glauben schenken darf).

Wie ihr in meinen Mails sicher mitbekommen habt, hatte ich mich Hals über Kopf in Indien verliebt gehabt und diese Liebe hat sich bis zum Ende gehalten. Ich bin mir bis heute nicht sicher, was die Magie des Landes ausmacht, ob es der unglaubliche Facettenreichtum ist (bisher habe ich kein Land gesehen, in denen Kontraste so offensichtlich zu sehen waren), oder das Leben, das man überall spüren konnte, ob das Chaos oder die Menschen, die mich so oft so herzlich aufgenommen haben.

Doch trotz dessen habe ich in Indien mein Leben ganz neu zu schätzen gelernt und Alltäglichkeiten, die für mich in Deutschland normal sind, mit anderen Augen zu betrachten gelernt. Wie habe ich mich über meine warme Dusche, die immer Wasser hat, gefreut, über den funktionierenden Kühlschrank, mein Zimmer ohne Ameisen (natürlich gibt es sowas auch alles in Indien, aber dann doch eher in einer gehobeneren Bevölkerungsschicht – Urlaub bei meinen Freundinnen war für mich in Indien immer ein kleiner Luxus). Und das sind nur die oberflächlichen Dinge. Es gibt wahrscheinlich zwei Dinge, die ich zudem wohl am meisten zu schätzen gelernt habe. Zum einen war das meine Freiheit. Besonders aufgefallen ist mir das immer und immer wieder beim Thema Heirat, da es für mich und meine Freundinnen in unserem Alter eines der zentralen Themen war. Es tat mir oft im Herzen weh, meinen Freundinnen zuzuhören, die ein Leben führen wie ich, aber die wissen, dass sie spätestens in wenigen Jahren heiraten müssen und das ihr ganzes Leben ändern kann. Aber meine Freiheit habe ich in Deutschland auch, wenn ich mich frei entscheide, was ich studiere, mit wem ich abends ausgehe oder in welche Stadt ich ziehe, wo in Indien immer entweder die Familie oder die Gesellschaft mitzureden hat. Und zum anderen war es der deutsche Staat, so komisch das im ersten Moment klingt. Erst in Indien habe ich erfahren, wie toll es doch ist, ein funktionierendes System hinter sich zu haben, zum Beispiel in einer Notsituation einfach die Polizei anrufen zu können und dabei nicht zweimal überlegen zu müssen, ob die nicht noch schlimmer ist. Auch wenn das Vertrauen in unsere Politik, gerade im Osten, derzeit vielleicht nicht hoch ist und viel geschimpft wird, es gibt wenigstens Menschen, die sich engagieren und ich kenne viele, die auch in die Politik vertrauen. Aber in Indien ist Politik komplett abgeschrieben, wird in Ganzem als korrupt abgestempelt, wodurch sich ein Teufelskreis auftut, da sich keiner engagiert und nur der gleiche Typ Mensch nachwächst. Die Abwesenheit von Politik hat mir im letzten Jahr mit am meisten gefehlt, auf eine Demonstration zu gehen oder eine politische Bildungsveranstaltung zu besuchen. Selbst unsere Arbeit im CEE war sehr unpolitisch und immer nach der Regierung gerichtet.

Insofern bin ich auch froh, wieder in Deutschland zu sein, auch wenn der Kulturschock bei der Heimreise um einiges größer war als bei der Hinreise. Zurück ins ordentliche, leise, geordnete, unaufgeregte Deutschland zu kommen, irgendjemand hat mir das gut beschrieben indem er meinte, das sei wie aus Freiheit zurück in ein eng gestricktes Netz zu kommen, in dem man sich nur eingeschränkt bewegen kann. Aber ich habe mich wieder gut eingelebt und es war toll, viele Menschen nach einem Jahr wiederzusehen. Trotzdem vermisse ich mein Indien, das mir eine zweite Heimat geworden ist, und ganz besonders fehlen mir meine Freundinnen und der Chai.

Für mich geht es Ende der Woche nach Dresden, wo ich an der TU anfangen werde, Maschinenbau zu studieren.

Einen Bollywood-Filmklassiker-Tipp möchte ich euch noch geben, der einem auf unterhaltsame Weise Indien näher bringt, schaut unbedingt „3 Idiots“ (gibt’s auf deutsch bei Youtube). Meine FreundInnen in Indien haben mir den am Anfang alle ans Herz gelegt und jetzt gebe ich euch den Tipp weiter.

Wer noch mehr über mein Jahr in Indien hören möchte, noch mehr Photos sehen will, der kann sich gerne bei mir melden

Liebe Grüße,
Paula

Israel-Palästina-Austausch der Jusos Sachsen und Thüringen 2017 – Bewerbt Euch jetzt!

Liebe Jungsozialistinnen und Jungsozialisten,

die Jusos Sachsen haben bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreiche Austauschprojekte mit unseren Partnerorganisationen in Israel und Palästina durchgeführt. An diese Tradition wollen wir 2017 wieder anknüpfen. Diesmal werden wir eine Delegationsreise gemeinsam mit den Jusos Thüringen unternehmen, die voraussichtlich im Zeitraum zwischen dem 26.03. und dem 02.04.2017 stattfinden wird. Du kannst dich ab sofort um einen der sächsischen Plätze im Austauschprojekt mit dem Willy-Brandt-Center Jerusalem im Jahr 2017 bewerben. Bitte formuliert dazu ein maximal 1-Seitiges Motivationsschreiben und sendet dieses bis spätestens zum 15.01.2017 an info@jusos-sachsen.de.

Kriterien für die Teilnahme am Projekt sind folgende:

Wir suchen Dich, …
… falls Du Interesse an aktiver internationaler Arbeit mit Jusos hast und Du den Grundsatz der „doppelten Solidarität“ mit den Menschen in Israel und Palästina als Grundkonsens teilst;
… falls Du Zeit hast, den kompletten Austausch, also die Delegationsreise nach Israel/Palästina und den Rückaustausch in Sachsen und Thüringen aktiv mitzugestalten und vorher mit vorzubereiten;
… falls du dich aktiv an mindestens zwei Vorbereitungs- und mindestens einer Nachbereitungsveranstaltung beteiligen willst und dich inhaltlich einbringen möchtest;
… falls Du Dich selbstständig auf Englisch verständigen kannst;
… falls Du unter 26 Jahren alt bist und die voraussichtlich ca. 450 Euro Teilnahmegebühr bis Februar aufbringen kannst;
… falls du weitere eventuell anfallende Kosten tragen kannst (z.B. für Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung, Reisepass). Außerdem musst du evtl. vor oder nach der Reise einen neuen Reisepass beantragen, da mit Stempeln aus Israel/Palästina im Pass in bestimmte Länder nicht mehr eingereist werden kann und der Reisepass ab der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.

Beachte bitte auch, dass die Sicherheitslage im Nahen Osten eine andere ist, als in Deutschland. Bitte informiere dich daher auch auf den Seiten des Auswärtigen Amtes:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/IsraelSicherheit.html

Wir wollen …
… mit Dir beide Begegnungsparts gemeinsam im Detail vorbereiten und durchführen;
… uns tiefgründig mit dem Nahost-Konflikt beschäftigen, uns dazu gegenseitig weiterbilden und uns letztendlich vor Ort einen eigenen Eindruck verschaffen;
… danach gemeinsam mit unseren Gästen eine lehr- und abwechslungsreiche Woche in Sachsen und Thüringen gestalten;
… mit Dir eine bunte Gruppe von 15 teilnehmenden Jusos (quotiert) aus Sachsen und Thüringen bilden.

Interesse geweckt?

Wir freuen uns auf dein Motivationsschreiben – ob du teilnehmen wirst, erfährst du Mitte/Ende Januar. Entscheiden über die Bewerbungen wird der Landesvorstand gemeinsam mit dem Organisationsteam bestehend aus Christina März, Lena Jury und Benjamin Bark.

Mit internationalistischen Grüßen
Euer Benjamin.

Bei weiteren Fragen wendet euch gern an das Organisationsteam:
Benjamin Bark (benjamin.bark@jusos-dresden.de)
Christina März (maerz.christina@t-online.de)
Lena Jury (lenajury@aol.com)