Archiv für den Monat: April 2008

Aus der Geschichte nicht gelernt.

“Die Bahn kommt“- Verantwortung bleibt auf der Strecke!
(Dresden) Gerade einmal zwanzig Minuten konnten die Dresdner Jusos am Mittwochvormittag ihre Kritik an der Deutschen Bahn äußern. Dann griff die Bundespolizei auf dem Hauptbahnhof ein, stellte die Personalien der jungen Leute fest und unterband die Protestaktion. Deren Anlass war das unverständliche Verhalten der Deutschen Bahn, für die Ausstellung „Zug der Erinnerung“ hohe Standgebühren zu verlangen. „’Die Bahn kommt‘ – doch die Verantwortung bleibt auf der Strecke. Keine Rechnung für den Zug der Erinnerung!“ lautete das Transparent der Jusos.

Richard Kaniewski, Vorsitzender der Jusos Dresden, hat dafür kein Verständnis: „Wie dreist kann man eigentlich sein? Die Deutsche Bahn lässt sich die Aufarbeitung ihrer Geschichte auch noch bezahlen. Dies ist nicht hinnehmbar, verantwortungslos und einfach unanständig! Wir fordern Herrn Mehdorn und den Vorstand der Deutschen Bahn auf, von Zahlungsforderungen mit sofortiger Wirkung abzusehen und die bisher gezahlten Gelder wieder zurück zu erstatten. Das Engagement des Zug der Erinnerung e.V ist beeindruckend, die Haltung der Deutschen Bahn hingegen beschämend. Es kann doch nicht sein, dass ein Projekt, welches sich mit einem Teil der Geschichte der Deutschen Bahn beschäftigt, auch noch Streckennutzungs- sowie Standgebühren bezahlen muss. Ist der Bahn ihre historische Verantwortung gar nichts wert?“, so der Vorsitzende abschließend.

Touristen statt Nazis – Ladenschluss Jetzt!

Kein Fußbreit den Nazis! Vor allem nicht in der schönen Dresdner Innenstadt. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis „Ladenschluss jetzt“ für die sofortige Schließung des rechten Szeneladens „Tonsberg“ auf der Wilsdruffer Straße ein.

Zur nächsten Sitzung sind alle InteressentInnen am Mittwoch, den 30.4., um 18:00 herzlich in die Genossenschaft, Prießnitzstraße 20, eingeladen!

Erfolgreiche Unterbezirksvorstands-Klausur

Von Freitag, 25.04., bis Samstag abend, 26.04., traf sich der Vorstand der Jusos Dresden in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung Dresden zu seiner ersten Klausur.

Konzentriert wurde an vielen Themenkomplexen gearbeitet. So ging es um das Selbstverständnis des Vorstandes und um konkrete Aktionen und Projekte, die uns nach einem langen Brainstorming als die zentralen erschienen. Ein überarbeitetes Konzept zur Frauenförderung und zur Umsetzung des Mentoringprogrammes liegt nun ebenso vor wie konkrete Fahrpläne zur noch besseren Netzwerkarbeit, zur zielgerichteten Öffentlichkeitsarbeit, zur erfolgreichen Neumitgliedergewinnung und zur besseren Einbindung und Aktivierung aller Jusos hier in Dresden.

China, Iran, Russland- Wandel durch Annäherung?

Die Jusos Dresden veranstalten am 24. April 2008 19 Uhr in der „Genossenschaft“ (Prießnitzstraße 20, 01099 Dresden) eine Mitgliederversammlung, die sich um die Frage drehen wird wie mit autoritären Staaten umgegangen werden sollte.

Sollte Deutschland Olympia boykottieren? Den Dalai Lama empfangen und dafür Absagen Chinas für Menschenrechtsdialoge riskieren? Moralgesteuerte Außenpolitik oder wirtschaftsorientierte Außenpolitik? Sollte deutsche Außenpolitik sich überhaupt auf Demokratisierung in beispielsweise Russland oder China ausrichten?

All diese Fragen rücken in öffentlichen Diskussionen immer öfter in den Mittelpunkt, wenn mal wieder eine sportliche Großveranstaltung ansteht oder Menschenrechtsberichte Diktaturen wie z.B. China oder Russland kritisieren.

Als Referent wird Jakob Lempp M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich der TU Dresden, die Diskussion begleiten.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen teilzunehmen und ihre Meinung in der Diskussion einzubringen.

Bolognaprozess – Hochschulgesetz – Vollversammlung – Naziprobleme

Ein Problem kommt selten allein, sagt man. Warum sollte das in der Hochschulpolitik anders sein. Der Bolognaprozess – ist er wirklich schon angekommen?- , das neue Hochschulgesetz – ob es wohl diesmal kommen wird?- , die studentische Vollversammlung – ob wohl diesmal mehr kommen werden? – , Nazis stören Veranstaltungen an der Uni – ob sie diesmal noch einfacher reinkommen werden? -, die Geisteswissenschaften – ob sie die Uniführung diesemal totbekommt? -, eine endlos fortführbare Liste. Um all die kleinen und großen Problem an der TU Dresden geht es in der ersten Sitzung der Juso-Hochschulgruppe im Sommersemester 08. Zumindest im Ansatz.

Wenn auch Du willst, dass sich ein bisschen was ändert, oder einfach nur Lust hast auf Studentenclub und Politik, dann komm am 22.04.08 um 19:00 in den Studentenclub „Novitatis“, Fritz-Löffler-Straße 12 c / Keller!

Jusos Dresden gratulieren Eva-Maria Stange zur Wahl zur Bundesvorsitzenden der AfB

In Berlin wurde am Samstag auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB) Dr. Eva- Maria Stange, sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, zur neuen Bundesvorsitzenden der AfB gewählt. Sie gehört damit auch dem SPD- Bundesvorstand an.

Die Jusos Dresden gratulieren der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst zur Wahl. „Wir freuen uns, dass mit Eva-Maria Stange nun ein Mitglied des SPD-Unterbezirksvorstandes Dresden an der Spitze der AfB steht. Das unterstreicht die berechtigten Ambitionen der SPD Dresden, auf Bundesebene etwas zu bewegen“, so Richard Kaniewski, Vorsitzender der Jusos Dresden.

In ihre Rede zu den Delegierten betonte Dr. Stange, dass alle Anstrengungen im Bildungssystem darauf konzentriert werden müssten, die Abhängigkeit der Bildungschancen von der Herkunft aufzuheben. Dazu gehörten kostenfreie, qualitativ gute Kitas ebenso wie die
Überwindung des gegliederten Schulsystems. Ausbildungs- und Studiengebühren seien das falsche Signal, um mehr jungen Menschen eine hohe Bildung zu ermöglichen.

In der Antragsberatung befasste sich die Konferenz mit der Frage der Aufnahme von Kinderrechten in die Landesverfassungen, mit der Integration von behinderten Kindern in das Regelschulsystem (inklusive Bildung) sowie, auf Antrag der sächsischen Delegation, mit dem Vorhaben eines kommunalpolitischen Bildungskongresses und mit dem Europäischen Bildungsraum im Bereich der beruflichen Bildung.

Dr. Stange erhielt mit 77 Prozent von allen Bewerbern die meisten Stimmen und löst als Vorsitzende Thilo Braune (Mecklenburg- Vorpommern) ab, der nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Dr. Ursula Dörger (Hessen) sowie Angelika Heinlein (Brandenburg), gewählt, zu Beisitzern Wolfgang Abicht, Peter Befeldt (beide Niedersachsen), Marlies Stotz (Nordrhein- Westfalen) und Bernd Utpatel (Rheinland- Pfalz)