Archiv für den Monat: Oktober 2008

HOME. TERMINE. ARBEITSKREISE. WIR ÜBER UNS. MITMACHEN. KONTAKT. BILDER. LINKS. IMPRESSUM. JUSOS DRESDEN SHOP. DOWNLOADS. ARCHIV. Paranoid, unehrlich und peinlich – die Geschichten des Herrn Rohwer

„Bis zu Herrn von Weizsäcker ist vorgedrungen, dass es am 14. Februar in Dresden eine Demonstration gegen den geplanten Naziaufmarsch gibt. Herr Rohwer will von nichts gewusst haben. Das ist lächerlich, wir wissen, dass die Dresdner CDU von Anfang an angefragt und aufgefordert war, sich zu beteiligen.“, so Richard Kaniewski, Vorsitzender der Jusos Dresden zu dem nahezu peinlich hilflos wirkenden Interview vom Kreisvorsitzenden der Dresdner CDU, Lars Rohwer, in der SZ vom 29.10.08.

„Die Paranoia des Herrn Rohwer kennt keine Grenzen, die ganze politische Landschaft Dresdens hat sich anscheinend gegen die CDU verschworen. Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, warum die Union gerade so in Erklärungsnöte gerät, diffamiert der Abgeordnete Rohwer lieber all jene, inklusive Richard von Weizsäcker, die den Aufruf unterschrieben haben und sich gegen die Nazis stellen. Die Geschichten des Herrn R. sind um ein weiteres fragwürdiges Kapitel erweitert.“, so Kaniewski abschließend.

Chancengleichheit auch für die Jüngsten!

Der Entwicklungsprozess bei Kindern vollzieht sich entwicklungspsychologisch belegt in den ersten Jahren wesentlich rasanter als in späteren Lebensjahren.
Frühkindliche Erziehung kann nicht nur Bildungsinhalte leichter vermitteln, sondern den Kindern auch helfen soziale Kompetenzen zu verinnerlichen. Je später dies geschieht, desto schwieriger und teurer wird es.

Am 10.Oktober setzte sich unser Arbeitskreis mit eben diesem Problem auseinander.
Als Referentin brachte uns Frau Gilles, engagierte Betreuerin für mehrfach schwerbehinderte Kinder im Motessori-Kinderhaus Huckepack und Mitbegründerin des Huckepack e.V., die Problematik der Integration behinderter Kinder in Kindergärten näher.

Laut dem sächsischen Kita-Gesetz von 2001 ist dem speziellen Förderbedarf von Kindern mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten Kindern in den Kindertagesstätten zu entsprechen.
Diesem Anspruch wird das Kitawesen zwar auf dem Papier gerecht, von 3500 bereitstehenden Plätzen werden nicht alle genutzt, allerdings entsprechen diese bereitstehenden Plätze nicht dem Anspruch der Förderung.
Die erforderlichen personalen Fachkompetenzen und räumlichen Umgestaltungen werden oftmals nur mangelhaft realisiert, sodass sich Eltern immer häufiger gezwungen sehen, ihre Kinder in die Hände heilpädagogischer Einrichtungen zu geben. Dort gibt es zwar die erforderliche Individualbetreuung und das ärztliche Personal, allerdings werden die Kinder somit regelrecht isoliert von der Außenwelt und können überhaupt nicht zu einem wertvollen Teil der Gesellschaft sozialisiert werden.

„Normalisation durch Integration“

Integration bedeutet nicht, Behinderung zu ignorieren und nur das „Normale“ am Kind zu sehen, sondern das Kind als das zu betrachten, was es ist.
Ein Kind, das liegend betreut wird, kann in einer integrativen Kindergartengruppe zu einem Ruhepol werden.
Darüber hinaus werden die Kinder mit der Vielfalt unterschiedlicher Bedingungen und Eigenarten anderer Kinder konfrontiert, sodass sie eine ganz natürliche Toleranz für diese Art von Individualität entwickeln und verinnerlichen. Nur selbst erlebtes prägt sich nachhaltig ein, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß.
Andererseits müssen für die benachteiligten Kinder Anreize geschaffen werden, sich zu entwickeln. Wenn sie Fortschritte machen sollen, müssen sie sich andere Kinder zum Vorbild nehmen können. Ebenso verhält es sich bekanntlich mit der Vorbildwirkung leistungsstarker Schüler innerhalb einer Schulklasse.

Es soll auch an dieser Stelle das zu wenig beachtete Engagement der ErzieherInnen ganz besonders hervorgehoben werden, von deren Einsatz die Qualität der vorschulischen Betreuung und Integration abhängt und somit auch die Chancen für zahllose Kinder auf ein gutes und gleichberechtigtes Leben.
Im Sinne des sozialdemokratischen Solidaritätsgedanken, ist die Integration behinderter Kinder ein weiteres Argument der frühkindlichen Erziehung endlich größeres Gewicht zu geben.
Immerhin sind die Chancen, die den betroffenen Kindern gegeben werden und das Wachsen der Kinder, die mit Behinderung konfrontiert werden ein Leben lang wichtig und wertvoll.

Das jüngst bekannt gewordene Verschwinden der Betriebskostenzuschüsse für Kindertagesstätten hat inzwischen ein Defizit von 1900 Kita-Plätzen allein in Dresden zur Folge.
Die fehlenden Investitionen machen es integrativen Kindergärten noch schwerer, die für die Betreuung behinderter Kinder erforderliche Individualbetreuung zu realisieren und erschweren Integration zusätzlich.

Zivilcourage und CDU – ein Trauerspiel

Ganz Deutschland schaut nach Dresden – Rohwer und Orosz schauen nur zu!

„Was Herr Rohwer und Frau Orosz gestern in mehreren Zeitungen verlautbaren lassen haben ist ein Schlag ins Gesicht von all jenen Menschen, die sich aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichtkeit engagieren. Herr Rohwer macht das was er immer tut: den einfachsten Weg gehen! So will er Demonstrationen von Leuten, die nicht dem Schönwetterpolitiker-Ideal der CDU entsprechen, glattweg verbieten. Das ist wahrlich innovativ, Herr Rohwer!“, so Richard Kaniewski, Vorsitzender der Jusos Dresden.

„Von einem CDU-Kreisvorsitzenden sollte man doch schon etwas mehr erwarten dürfen. Herr Rohwer, wir sind gespannt auf Ihre nächsten Vorschläge, lassen sie doch am besten Fussballspiele verbieten, da treffen sich auch Menschen, die nicht in ihr einfältiges Bild passen.“

Abschließend erklärt Kaniewski: „Zum Glück gibt es in der CDU noch Politiker mit Courage und Rückgrat wie Richard von Weizsäcker. Die neue Generation der CDU hier in Sachsen lässt solche Fähigkeiten komplett vermissen. Wo ist die Union in Sachsen nur hingekommen?!“

Die Jusos Dresden beteiligen sich selbstverständlich auch nächstes Jahr wieder an der Gegendemonstration am 14.Februar. Ganz Deutschland schaut an diesem Tag nach Dresden. Für uns ist es nicht akzeptabel, dass Jahr für Jahr neue und alte Nazis den Gedenktag für ihr rechtsextremes Gedankengut instrumentalisieren. Wir werden unser Zeichen setzen, die CDU setzt ihres – couragiertes Handeln ist nicht die Sache der Dresdner Union.

ArbeitnehmerInnen sind keine Maschinen – Leiharbeit am Studentenwerk stoppen!

Mit Entsetzen las der Vorsitzende der Jusos Dresden in der SZ vom 20.10.2008 von den Absichten des Studentenwerkes Dresden, die ausgegliederte Tochter „Studentenhilfe 1919 GmbH“ zur Leiharbeitsfirma zu machen. „Menschen sind keine Maschinen, die man verleiht wenn sie gerade gebraucht werden. Dieses Scheinargument zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ist ein Vorwand zur Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das ist für uns nicht hinnehmbar. Das ist menschenunwürdig. Wenn den Studentenwerken Geld fehlt, muss das der Freistaat kompensieren und nicht die Beschäftigten“, so Richard Kaniewski.

„Dass gerade ein halbstaatliches Unternehmen wie das Studentenwerk Dresden auf so ein Mittel zurückgreifen muss, ist nur die Auswirkung des Spar- und Privatisierungswahns der CDU auf Landesebene. Die wollen am liebsten den kompletten Mittelbau der TU aus den Tarifverträgen lösen. Das ist schlechte Politik, ausgetragen auf dem Rücken derer, die nichts dafür können. Wir stehen an der Seite der Gewerkschaften und der Beschäftigten. Leiharbeit ist keine Lösung“, so Annett Möbius, Vorsitzende der Juso-Hochschulgruppe, abschließend.

Interessiertenabend der Jusos Dresden!

Du…

– bist engagiert?

– bist politisch interessiert?

– willst etwas bewegen?

Jugend in der Politik – Die Jusos stellen sich vor!

Termin:
06.11.2008 19Uhr in der Genossenschaft(Prießnitzstraße 20, 01099 Dresden).

Gast: Gudrun Hoffmann, stellv. Juso-Bundesvorsitzende.

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Wir Jusos sind die Jugendorganisation der SPD. Wir sind der Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Anliegen der jungen Generation an die SPD heranzutragen. Dieser Verantwortung tragen wir Rechnung.

Die Jusos sind nicht bloß eine Nachwuchsorganisation unserer Partei. Wir entwickeln unabhängig Zukunftsentwürfe und diskutieren offen darüber, wie wir in Zukunft arbeiten und leben wollen.

Demokratie besteht nicht nur aus den Parlamenten und der Regierung. Wichtig sind der gesellschaftliche Druck und das Engagement in den Schulen, Hochschulen, Betrieben und auf der Straße. Demokratie muss lebendig sein. Dafür stehen wir als Jusos.

Unsere Vorstellung von einem selbstbestimmten und freien Leben orientiert sich an der Möglichkeit für Menschen, ihre persönlichen Ansprüche realisieren zu können. Wichtige Ziele sind für uns Selbstverwirklichung, Kreativität, Zusammenhalt und Solidarität.
Wir wollen nicht, dass Menschen danach beurteilt werden, wie und ob sie im Interesse der Ökonomie funktionieren bzw. ob sie in einer profitorientierten Welt nützlich sind.

Wir wissen aber auch, dass sich unsere Gesellschaft verändert hat und dass wir neue Ideen und Antworten brauchen. Wir stellen uns deshalb ganz bewusst in die Geschichte des demokratischen Sozialismus.
Dieser war immer Vorreiter, wenn es darum ging, die Ansprüche von Menschen an Solidarität und Freiheit, an Gerechtigkeit und Innovation zu thematisieren und sich in die gesellschaftliche Auseinandersetzung einzumischen.

Es gilt, unsere Demokratie neu zu gestalten! Wir als Jusos wollen unseren Beitrag leisten. Hilf uns dabei!

Komm zum Interessiertenabend am 06. November 2008, 19 Uhr in die Genossenschaft(Prießnitzstraße 20, 01099 Dresden).

Als Gesprächspartnerin wird uns Gudrun Hoffmann, stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende und Mitglied des Dresdner Unterbezirks, zur Verfügung stehen. Sie kann Dir Deine Fragen in einer lockeren Gesprächsrunde beantworten und speziell Auskunft über die Juso-Bundespolitik geben.

Drei Engel für Dresden

Die Juso-Hochschulgruppe Dresden hat gewählt!

Am Dienstag fand in der Genossenschaft in Dresden die letzte Sitzung der JHG Dresden unter Leitung von Andreas Ernst statt. Ihm gilt der große Dank der Hochschulgruppe und des kompletten Juso-Unterbezirks für seine großartige Arbeit, die er mit viel Engagement in den letzten Jahren geleistet hat!

Neue Vorsitzende der JHG Dresden ist die 20-jährige Studentin der Agrarwirtschaft an der HTW Dresden, Annett Möbius! „Die an der TU vorhandenen Netzwerke der Politisierung der Universität an die HTW zu übertragen, wird eine der schwierigsten Aufgaben werden. Natürlich wird die Arbeit an der TU unvermindert weitergeführt. Mit meinen beiden Stellvertreterinnen freue mich auf die kommenden Monate an beiden Unis“, so die neue JHG-Vorsitzende.
Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Jenny Seyffarth und Sarah Kehe gewählt. Volle Frauenpower aber also für die Unis in Dresden.

Als Vertreterin bei der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen wurde Jenny Seyffarth gewählt, zum Bundeskoordinierungstreffen der Hochschulgruppen nach Frankfurt am Main fahren Sarah Kehe und Felix Braunsdorf.

Sie haben die Eindrücke der Antragsberatung mit auf den Weg bekommen, um die Meinung der Dresdner Hochschulgruppe zu repräsentieren.

Außerdem wurde das kommende Semester ausgiebig geplant. Insgesamt eine ausschweifende Sitzung mit vielen neuen Gesichtern, die sich auch sofort einbrachten – ein guter Start für das neue Trio an der JHG-Spitze!