Archiv für den Monat: November 2014

Mitgliedertreffen mit der Menschenrechtsinitiative Medinetz Dresden e.V.

Bei unserem Mitgliedertreffen dürfen wir diesmal die Menschenrechtsinitiative Medinetz Dresden e.V. bei uns begrüßen. Diese vermittelt anonym und kostenlos medizinische Hilfe für Flüchtlinge und Migranten ohne Aufenthaltsstatus. Wir wollen uns über die Arbeit der Initiative informieren, aber  auch die aktuellen asylpolitischen Entwicklungen näher beleuchten.

Start ist am Dienstag, den 2. Dezember um 19 Uhr in der Genossenschaft (Prießnitzstr. 20, 01099 Dresden).

Jugendliche Wohnungslose brauchen umgehend Hilfe – Jusos Dresden fordern sofortige Perspektive für das Lindenhaus

Seit Anfang der Woche ist bekannt, dass der Betreiber des Lindenhauses, die Dresdner Tafel, gekündigt hat. Damit droht dem Haus, in dem jugendliche Wohnungslose einen Platz zum Wohnen und Schlafen finden, die Schließung. Die Jusos Dresden setzen sich dafür ein, dass den von Obdachlosigkeit bedrohten derzeitigen Bewohnern des Lindenhauses schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Stefan Engel, Vorsitzender der Dresdner Jusos, sieht dabei vor allem die Landeshauptstadt in der Pflicht: „Die elf jungen Bewohner, die bis jetzt im Lindenhaus gelebt haben, stehen durch die Kündigung der Dresdner Tafel vor dem Nichts. Sie brauchen umgehend eine neue Perspektive! Unabhängig von vertraglichen Verpflichtungen gebietet es allein schon die Menschlichkeit, dass Sozialbürgermeister Seidel so schnell wie möglich Alternativen für die Betroffenen garantiert, damit diese die eiskalten Wintermonate nicht auf der Straße verbringen müssen.“

Neben dem Obdach bietet das Lindenhaus auch intensive soziale Betreuung für die Bewohner und warme Mahlzeiten für Bedürftige in der Altstadt. „Dieser soziale Bezugspunkt im Stadtteil darf nicht wegfallen“, meint der Juso-Vorsitzende und ergänzt: „Die Stadt muss ein klares Bekenntnis zum Standort Lindenhaus abgeben und sich so schnell wie möglich um einen neuen Betreiber für das Gebäude bemühen.“

Jusos Dresden erinnern an Elfriede Scholz

Stolperstein Elfriede ScholzDie Dresdner Jusos beteiligen sich am Sonntag mit einer Mahnwache am Gedenken zum 9. November. Der SPD-Jugendverband wird ab 18 Uhr am Stolperstein von Elfriede Scholz auf der Bergstraße 42 Blumen niederlegen, Kerzen entzünden und sie und ihr Wirken mit einem Redebeitrag würdigen.

Elfriede Scholz war die Schwester des berühmten Schriftstellers Erich Maria Remarque (u.a. „Im Westen nichts Neues“). Sie teilte die pazifistischen Ansichten ihres Bruders und machte aus ihrer Ablehnung des Nazi-Regimes nie einen Hehl. 1943 wurde sie wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Feindbegünstigung“ vor Gericht gestellt und durch den berüchtigten NS-Juristen Roland Freisler zum Tode verurteilt. Am 16. Dezember 1943 wurde sie schließlich in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

In Dresden finden anlässlich des Jahrestages zum 9. November zahlreiche Mahnwachen an ingesamt 90 Stolpersteinen statt. Die Stolpersteine werden seit 2009 unter Mithilfe zahlreicher Patinnen und Paten durch den „Stolpersteine für  Dresden e.V.“ verlegt und sollen dauerhaft dazu beitragen, die Erinnerung an Verfolgte des Nazi-Regimes wachzuhalten. Mit dieser Aktion wollen auch die Jusos Dresden an diesem Ziel mitwirken.

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 360 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

Wo bleibt der liberale Gedanke? – Jusos kritisieren Veranstaltung der Wilhelm-Külz-Stiftung

Am Donnerstagabend veranstaltet die Wilhelm-Külz-Stiftung, die parteinahe Stiftung der sächsischen FDP, eine Veranstaltung unter dem Titel „Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ im Dresdner Goethe-Institut. Dort möchte der Schriftsteller Akif Pirinçci sein gleichnamiges Buch vorstellen.

Verwundert über die Veranstaltung zeigt sich der Dresdner Juso-Vorsitzende Stefan Engel, „Wo in einer solchen Veranstaltung der liberale Gedanke steckt, bleibt unklar. Die Külz-Stiftung lädt einen Autor ein, der Andersdenkende als „geisteskranker Schwuler“ [1] bezeichnet. Das ist  hetzerisch, vulgär und beleidigend, aber sicher nicht liberal. Pirinçcis Pamphlet ist eine hasserfüllte Kampfansage an die Errungenschaften einer modernen, progressiv-emanzipatorische Gesellschaftspolitik. Hinter seiner Beschwörung einer heterosexuellen, männlichen und monokulturellen Normalität treten deutlich menschenverachtete Ansichten hervor. Auch frühere Aussagen wie „Warum darf man eine Disko nicht mit Dachau vergleichen?“[2]  zeugen von einem abstrusen Geschichtsverständnis. Einer Stiftung, die sich auch auf die Diktatur-Erfahrungen der Nazi-Zeit bezieht, sollte so ein Referent unwürdig sein.“

„Im Verwaltungsrat der Stiftung sitzen auch nicht ganz unbekannte FDP-Politiker wie Prof. Dr. Andreas Schmalfuss oder Benjamin Karabinski. Daher muss die Frage erlaubt sein, ob die sächsische FDP gerade einen weiteren Schwenk nach rechts vollzieht. Das Fischen nach AfD-Wählerstimmen mag verlockend sein, doch wird so erst der Nährboden für noch mehr Ressentiments und Vorurteile bereitet. Ebenso wird eine solche Veranstaltung dem Anspruch des Goethe-Instituts nicht gerecht. Wer Zuwanderung als „irren Kult“ bezeichnet, trägt sicher nicht zur interkulturellen Zusammenarbeit bei.“

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 360 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

[1] http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/akif-pirin%C3%A7ci-%E2%80%93-hetze-als-selbstbest%C3%A4tigung-9590

[2] http://www.zeit.de/1982/22/ich-bin-ein-pressetuerke/seite-3

Hinweis: Im Laufe des Nachmittags hat der Veranstalter den Veranstaltungsort kurzfristig geändert. Die Buchvorstellung findet nun im vom ehemaligen FDP-Stadtvorsitzenden Lohmeyer geführten Hotel „Holiday Inn“ auf der Staufenbergallee statt. Die Gründe dafür sind offen.

Desaster für Obama? – Mitgliedertreffen zu den Midterm Elections in den USA

Am Dienstag stehen in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen für den Kongress an. Umfragen sagen Obamas Demokraten eine Niederlage voraus, wobei unklar ist, ob die Republikaner die Mehrheit im Senat (einer der beiden Kammern des Kongresses) wirklich erobern können.

Bei unserem Mitgliedertreffen wollen wir uns ein paar Einblicke in das politische System der USA verschaffen und anschließend zusammen den Eingang der ersten Ergebnisse anschauen. Start dafür am Dienstag, den 4. November um 20 Uhr in der Genossenschaft (Prießnitzstr. 20).

Neumitglieder, Interessierte und sonstige Gäste sind natürlich besonders eingeladen vorbeizuschauen! Für Bier, alkoholfreie Getränke und Knabberzeug wird gesorgt sein.