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Einladung: Frauen auf der Flucht nach Europa – Zwischenstation Lesbos

Frauen auf der Flucht

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Dresden und die SPE AktivistInnen Dresden laden zu einer spannenden Veranstaltung ein:

Zum Vortrag “Frauen auf der Flucht nach Europa – Zwischenstation Lesbos” von Rejane Herwig und zum Neujahrsempfang

am Mittwoch, 6. Januar, 17 Uhr bis ca. 20 Uhr
im FrauenBildungsHaus Dresden, Oskarstraße 1, 01219 Dresden
mit einem Grußwort der sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping

Die Themen Flucht und Asyl sind in aller Munde, selten jedoch aus der Sicht der Geflüchteten selbst. Frauen begegnen auf der Flucht besonderen Herausforderungen. Dazu wollen wir mit Rejane Herwig ins Gespräch kommen. Die Politikwissenschaftlerin (FU Berlin) studiert derzeit im Masterstudiengang “Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen” in Osnabrück und ist seit vielen Jahren in den Bereichen Migration und Feminismus politisch aktiv.
Im Juli 2015 verbrachte sie 3 Wochen auf der griechischen Insel Lesbos, unterstützte dort als Freiwillige und machte aktivistische Feldforschung. In ihrem Vortrag schildert sie die Situation von “women en route”, wie sie sie nennt, auf der griechischen Insel Lesbos. Ihre feministische Perspektive auf Flucht und Asyl soll Ausgangspunkt sein um auch die Situation geflüchteter Frauen in Dresden zu beleuchten.

ABLAUF:
Nach dem Grußwort von Petra Köpping und dem Vortrag und der Diskussion mit Rejane Herwig wollen wir diskutieren, welche Schlüsse wir für die europäische Migrationspolitik ziehen sollten.

Nach einer Pause (ab ca. 19 Uhr) geht es weiter mit einem entspannten und gesprächsorientierten “Markt der Möglichkeiten zur Unterstützung geflüchteter Frauen in Dresden” an Tischen, mit Getränken und Snacks, Wandern zwischen den Tischen ist möglich und erwünscht:

Tisch 1) Migration von Frauen und die aktuelle Europa-, Landes- und Bundespolitik: Wünsche an die SPD – Tisch mit der Hauptreferentin Rejane Herwig und SPD Politiker*innen.

Tisch 2) Ehrenamtliches Engagement für geflüchtete Frauen in Dresden: mit der Initiative zur Unterstützung geflüchteter Frauen in Dresden, mehrere aktive Frauen, u.a. machen sie die „ABC Tische für Frauen“ in der DRK-Erstaufnahme Dresden, Hamburger Straße.

Tisch 3) Professionelle Hilfe für geflüchtete Frauen in Dresden: Diplom-Psychologin Anke Müller-Gupte berichtet über ihre Erfahrungen bei der Arbeit mit traumatisierten geflüchteten Frauen beim Frauen-und Mädchengesundheitszentrum Medea.

Eine wichtige Bemerkung zum Schluss:
Wir wollen die Teilnahme möglichst allen Interessierten ermöglichen. Deshalb bitte Unterstützungsbedarfe anmelden, z.B. Gebärden- oder Sprachdolmetschen und/oder Kinderbetreuung. Das ist möglich! Bitte melden Sie sich / meldet Euch mit Namen und Alter des Kindes/der Kinder oder mit der benötigten Sprache an: asf@spd-dresden.de
Das FrauenBildungsHaus ist für mobilitätseingeschränkte Menschen nicht barrierefrei. Wir würden gerne den Zugang schaffen, bei Bedarf bedeutet das einige Stufen Hochtragen. Die Toilette ist barrierefrei.

Für eine Weiterleitung in Eure Netzwerke sind wir dankbar!

Im Namen der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Dresden und der SPE AktivistInnen wünschen fröhliche Feiertage und einen guten Start in das Neue Jahr:

Matthias Ecke und Karin Luttmann

Herz statt Hetze: [Demovorbereitung] [Transpimalen] [Neustadt verschönern]

Hetze

Nachdem das Hochschulsemester wieder begonnen hat, wollen wir auch wieder in die alltägliche Juso-Arbeit starten: Am kommenden Dienstag (13.10.) werden wir uns ab 19 Uhr in der Genossenschaft (Prießnitzstr. 20) auf die Herz-statt-Hetze-Demonstration am 19.10. vorbereiten. Wir wollen gemeinsam in der Genossenschaft Transparente für die Demo malen sowie ausgehend von unserem Büro die Neustadt mit Mobi-Plakaten verschönern, um auf den Termin aufmerksam zu machen. Das nötige Material wird vorhanden sein. Für Leute die sowas noch nicht gemacht haben, bieten wir selbstverständlich kompetente Hilfe an. 🙂

Und warum das Ganze? Seit Monaten erleben wir in Sachsen und dem gesamten Bundesgebiet eine Eskalation der Gewalt gegen tatsächliche und vermeintliche Geflüchtete. Fast schon täglich erreichen uns neue Nachrichten über Brandanschläge auf Unterkünfte oder tätliche Angriffe auf Menschen, die hierzulande nichts weiter suchen, als ein Dach über dem Kopf und einen menschenwürdigen Umgang.

Doch anstatt sich dem rechten Terror, der das Land erfasst erfasst hat, entschlossen entgegenzustellen, wird von einigen die „Flüchtlingswelle“ zum Problem erklärt, die „gestoppt“ werden müsse. Angetrieben werden sie dabei von den geistigen Brandstiftern von PEGIDA und co., die Nazis, Hooligans, Rechtspopulisten und „besorgte Bürger“ gemeinsam auf den Straßen versammeln, um gegen die Demokratie, die freie Presse und das Grundrecht auf Asl zu hetzen.

Um dem etwas entgegenzusetzen, würde es uns freuen, wenn am 19.10. aber auch bei unserem Vorbereitungstreffen möglichst viele von euch dabei sind.

[29.8.] Demonstration: „Heute die Pogrome von morgen verhindern!“

NazifreiDas Bündnis Dresden Nazifrei, in dem sich die Jusos Dresden schon seit vielen Jahren engagieren, ruft am Samstag ab 14 Uhr zu einer Demonstration unter dem Titel „Heute die Pogrome von morgen verhindern!“ auf. Aktueller Anlass ist die widerliche rassistische Hetze und Gewalt, die sich in Heidenau, Sachsen, aber auch ganz Deutschland mittlerweile Tag für Tag abspielt.

Start ist um 14 Uhr am Hauptbahnhof, es wird Zwischenkundgebungen am Polizeipräsidium und an der Staatskanzlei geben und der Abschluss ist für den Bahnhof Neustadt vorgesehen. Wäre klasse, wenn sich das möglichst viele einrichten könnten!

Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/1480158242280697/

Kein AsylbewerberInnenheim in Laubegast – Jusos sehen „fatales Signal“

Refugees welcomeUrsprünglich sollten im Februar die ersten Flüchtlinge in die Räumlichkeiten des heutigen Hotel „Prinz Eugen“ im Dresdner Stadtteil Laubegast einziehen. So hatte es der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung beschlossen. Doch nun zog der Hauseigentümer nach massiven Protesten aus dem Umfeld und Gewaltdrohungen sein entsprechendes Angebot gegenüber der Stadt zurück.

Der Dresdner Juso-Vorsitzende Stefan Engel sieht in diesem Rückzug ein fatales Signal: „Offenbar haben das Streuen von unberechtigten Ängsten, die Gewaltdrohungen in sozialen Netzwerken und viele Fehlinformationen nun zu diesem Ergebnis geführt. Wir bedauern die Entscheidung des Eigentümers, doch verantwortlich für diese Entwicklung sind andere. Wer massiv gegen eine Flüchtlingsunterkunft in seiner Nachbarschaft wettert, muss erklären, wo  Asylsuchende denn sonst menschenwürdig untergebracht werden sollen. Die Nutzung von Schulturnhallen kann sicherlich keine Lösung sein. Auch FDP und CDU, die im Stadtrat gegen die Asyl-Vorlage der Verwaltung votiert und den Verhinderern damit eine Stimme gegeben haben, sind nun in der Pflicht. Sie müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und in der Kürze der Zeit realisierbare Alternativen aufzeigen. Wer meint, mit der Verhinderung von Heimstandorten zur Problemlösung beizutragen, der betreibt vor dem Hintergrund der gewachsenen Zahl Geflüchteter Realitätsverweigerung und Augenwischerei!“

Der Vorsitzende des SPD-Jugendverbands blickt mit Sorge auf die weitere Asyl-Diskussion in Dresden: „Eigentlich sollte die humane Unterbringung von Flüchtlingen eine Selbstverständlichkeit sein. Doch anstatt über den zwischenmenschlichen Dialog und eine bestmögliche Integration zu sprechen, wird vielerorts eine reine Verweigerungshaltung an den Tag gelegt. Eine Willkommenskultur sieht anders aus.“

„Der Sozialbürgermeister und die gesamte Stadtverwaltung müssen jetzt größte Anstrengungen in die Suche nach Alternativen investieren. Abstriche bei den ohnehin schon kritischen Wohnbedingungen sind für uns keine Alternative.“ so Engel abschließend.

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 360 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.