Archiv für den Monat: Oktober 2015

Jusos diskutieren über Israel-Palästina-Konflikt

IsraelDie Jusos Dresden und die Juso-Hochschulgruppe laden am Dienstag, den 26. Oktober zur Diskussion über den Israel-Palästina-Konflikt. Die um 19 Uhr im SPD-Bürgerbüro „Die Genossenschaft“ (Prießnitzstraße 20) beginnende Veranstaltung trägt den Titel „Das Heilige Land – Region im Spannungsfeld zwischen Geschichte, Religion & Kultur„. Es soll die Frage beleuchtet werden, ob es angesichts der aktuellen Unruhen im Westjordanland überhaupt noch eine Friedensperspektive in diesem jahrzehntealten Konflikt gibt. Auch die historischen Wurzeln der Auseinandersetzung und die aktuelle gesellschaftliche Situation in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten werden eine Rolle spielen.

Als Referent geladen ist Richard Kaniewski, Vorsitzender der Dresdner SPD. Der 30 Jahre alte Politikwissenschaftler engagiert sich seit vielen Jahren in trilateralen Austauschprojekten zwischen deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen und ist auch darüber hinaus regelmäßig im Nahen Osten unterwegs.

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 360 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

Montag, 17:30 Uhr: Herz statt Hetze! – Juso-Treffpunkt am Bf. Mitte

Herz statt Hetze

Ihr habt es sicherlich schon alle mitbekommen: Der kommende Montag ist für Dresden ein recht wichtiger Tag. Pegida feiert da seinen einjährigen Geburtstag und das erste Mal seit längerer Zeit formiert sich ein wirklich breiter Gegenprotest. Über 6.000 Zusagen bei Facebook machen zumindest Hoffnung. Unter dem Titel „Herz statt Hetze“ mobilisieren Dresden Nazifrei, Dresden für alle und viele weitere Organisationen, Parteien etc. (auch SPD und Jusos!) zu verschiedenen Demonstrationen, um am Montag ein wirklich starkes Zeichen zu setzen. Wir Jusos haben auch umfangreich für die Teilnahme an dem Demos geworben (Plakate, Flyer etc.) und auch ein eigenes Transpi hergestellt. Auch deswegen würden wir uns darüber freuen, wenn am Montag möglichst viele von euch auf der Straße sind.

Die Jusos treffen uns um 17:30 Uhr am Bahnhof Mitte (Parkplatz auf der Rückseite). Von dort ausgehend hat unsere Landtagsabgeordnete Sabine Friedel eine Demonstration zum Postplatz angemeldet, an der wir uns auch beteiligen werden.

Herz statt Hetze: [Demovorbereitung] [Transpimalen] [Neustadt verschönern]

Hetze

Nachdem das Hochschulsemester wieder begonnen hat, wollen wir auch wieder in die alltägliche Juso-Arbeit starten: Am kommenden Dienstag (13.10.) werden wir uns ab 19 Uhr in der Genossenschaft (Prießnitzstr. 20) auf die Herz-statt-Hetze-Demonstration am 19.10. vorbereiten. Wir wollen gemeinsam in der Genossenschaft Transparente für die Demo malen sowie ausgehend von unserem Büro die Neustadt mit Mobi-Plakaten verschönern, um auf den Termin aufmerksam zu machen. Das nötige Material wird vorhanden sein. Für Leute die sowas noch nicht gemacht haben, bieten wir selbstverständlich kompetente Hilfe an. 🙂

Und warum das Ganze? Seit Monaten erleben wir in Sachsen und dem gesamten Bundesgebiet eine Eskalation der Gewalt gegen tatsächliche und vermeintliche Geflüchtete. Fast schon täglich erreichen uns neue Nachrichten über Brandanschläge auf Unterkünfte oder tätliche Angriffe auf Menschen, die hierzulande nichts weiter suchen, als ein Dach über dem Kopf und einen menschenwürdigen Umgang.

Doch anstatt sich dem rechten Terror, der das Land erfasst erfasst hat, entschlossen entgegenzustellen, wird von einigen die „Flüchtlingswelle“ zum Problem erklärt, die „gestoppt“ werden müsse. Angetrieben werden sie dabei von den geistigen Brandstiftern von PEGIDA und co., die Nazis, Hooligans, Rechtspopulisten und „besorgte Bürger“ gemeinsam auf den Straßen versammeln, um gegen die Demokratie, die freie Presse und das Grundrecht auf Asl zu hetzen.

Um dem etwas entgegenzusetzen, würde es uns freuen, wenn am 19.10. aber auch bei unserem Vorbereitungstreffen möglichst viele von euch dabei sind.

Schenk: “Dulig tappt in Populismusfalle”

Refugees welcomeIn seiner Festtagsrede zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit nahm Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD Sachsen, Bezug zur aktuellen Flüchtlingssituation. Zu seinen Ausführungen erklärt Katharina Schenk, Landesvorsitzende der Jusos Sachsen:

“Die Äußerungen Duligs sind absolut unhaltbar. Das Reden von “Flüchtlingswellen”, die gestoppt werden müssten, schürt Ängste und ist Wasser auf die Mühlen der Rassistinnen und Rassisten in Sachsen. Den Menschen, die flüchten mussten und nichts mehr haben, hilft man nicht indem man ihre ohnehin unsichere und gefährliche Situation verschärft. Das fällt in seiner Betrachtung völlig hinten runter. Es ist mehr als zynisch gerade in einer Festtagsrede am Tag der Deutschen Einheit über Flüchtlingswellen und Grenzsicherung zu sprechen.

Die Aussagen spiegeln nicht das wider, was wir Jusos als großer Teil der Partei als Konsens empfinden. Hier sollen durch Reden ganz neue Fakten geschaffen werden, die konträr zu unseren Beschlüssen und vor allem unserem Menschenbild stehen. Das ist ganz schlechter Stil.”