Archiv für den Monat: Dezember 2011

Jusos unterstützen „Dresden Nazifrei!“

dresdennazifrei_webHeute startet die Kampagne des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“. Das Bündnis mobilisiert für die Teilnahme an der Gegendemonstration zu Europas größtem Naziaufmarsch in Dresden, der im Februar 2012 stattfinden wird. Hierzu erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:

„Aller guten Dinge sind Drei! Die Jusos unterstützen wie in den vergangenen Jahren das Bündnis „Dresden Nazifrei“. Europas größter Naziaufmarsch ist nicht einfach nur eine Meinungskundgabe. Naziaufmärsche sind die Grundlage für menschenfeindliche Einstellungsmuster, Hass und Gewalt. Im Februar wollen sich Nazis aus ganz Deutschland und Europa versammeln, um geschichtsrevisionistische und menschenverachtende Ideologien zu propagieren. Eine demokratische Gesellschaft muss sich dem entgegen stellen und deutlich machen, dass Nazis keinen Erfolg haben. Deshalb unterstützen wir auch friedliche Sitzblockaden, um den Nazi- Aufmarsch zu verhindern. Die Erfolge des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ in den letzten beiden Jahren haben gezeigt, dass entschlossenes Protestieren gegen Nazis wirksam und notwendig ist.

Die Jusos werden in den kommenden Wochen breit zur Teilnahme an „Dresden Nazifrei!“ mobilisieren. Damit werden auch dieses Mal hunderte Jusos aus dem ganzen Bundesgebiet Rassismus und Neonazismus entschlossen entgegen treten. Wir freuen uns, dass auch der SPD- Bundesparteitag letzte Woche in Berlin die Unterstützung der Proteste beschlossen hat. Das gibt uns zusätzlichen Antrieb für unsere antifaschistischen Proteste.“

SPD-Bundesparteitag beschließt Unterstützung von Antinaziprotesten in Dresden

Im Februar wollen sich in Dresden erneut Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus in Dresden treffen, um ihre geschichtsrevisionistische und menschenverachtende Ideologie zu propagieren. Angesichts der neuerlich zu erwartenden bundesweiten Mobilisierung der Naziszene hat der SPD- Bundesparteitag auf Initiative der Jusos die Unterstützung der Antinaziproteste in Dresden beschlossen. Man wolle die Dresdnerinnen und Dresdner mit dem Naziaufmarsch nicht alleine lassen und stelle sich solidarisch an die Seite aller, die den Neonazis mit friedlichen Mitteln entschieden die Stirn bieten wollen.

Der Beschluss betont, dass eine ehrliche Anerkennung der Vielfalt der Protestformen notwendig ist, damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf der Straße für demokratische Werte und gegen rechtes Gedankengut einsetzen können. Begrüßt wird daher die Initiative zu einer zentralen Protestkundgebung in Hör- und Sichtweite, ebenso erklärt die SPD ihre Unterstützung für das Bündnis „Dresden Nazifrei“.

Dazu der Juso- Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Ich freue mich insbesondere über die Unterstützung von „Dresden Nazifrei“. Als Jusos haben wir uns in den letzten beiden Jahren intensiv an der Kampagne „Dresden Nazifrei“ beteiligt. Bereits letzte Woche hat der Juso- Bundeskongress einstimmig die erneute Unterstützung des Bündnisses beschlossen. Das sich jetzt auch der SPD- Bundesparteitag hinter das Bündnis gestellt hat, ist ein wichtiges Zeichen.“

Über 180 rassistische und rechtsmotivierte Morde in Deutschland seit 1990, über 800 Waffenfunde in der Neonaziszene in den letzten zwei Jahren und die niederträchtige Mordserie des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ zeigten die dringende Notwendigkeit für ein breites und entschlossenes gesellschaftliches Handeln. Naziaufmärsche seien eben nicht nur eine einfache Meinungskundgabe, sondern säten Menschenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass, die die Grundlage für Einschüchterungen, Körperverletzungen und Morde seien.

„Im Februar werden wieder hunderte Jusos aus dem gesamten Bundesgebiet nach Dresden kommen, um mit uns gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren. Rassismus und Neonazismus treten wir entschlossen entgegen. Wir werden keinen Meter weichen, wenn gewaltbereite Schläger ihre Nazipropaganda auf die Straße tragen wollen. Die Unterstützung durch den Bundesparteitag bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, uns nicht einschüchtern zu lassen und unser legitimes Recht auf Protest wahrzunehmen“, so Bucksch abschließend.