Archiv für den Monat: August 2013

Solidarität mit den Flüchtlingen in Berlin-Hellersdorf – Jusos Dresden veranstalten Filmabend

Die Dresdner JungsozialistInnen laden am Samstag um 20 Uhr in das Herbert-Wehner-Bildungswerk (Kamenzer Straße 12, 01099 Dresden) zu einem Filmabend mit anschließender Diskussion ein. Gezeigt wird der Film „The truth lies in Rostock- Die Wahrheit liegt (lügt) in Rostock“. Er beschäftigt sich mit den rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen gegen die Asylsuchenden in der Zentralen Aufnahmestelle, dem sogenannten „Sonnenblumenhaus“ vor genau 21 Jahren. Die Dresdner Jusos möchten damit ihre Solidarität mit den Asylsuchenden in Berlin-Hellersdorf ausdrücken, welche in der letzten Woche eine neue zentrale Unterkunft bezogen. Seit einigen Wochen protestieren einige AnwohnerInnen, eine BürgerInneninitiative und die NPD gegen das neue Heim.

Stefan Engel, der Vorsitzende des SPD-Jugendverbands erklärt dazu: „Den Menschen, die das Heim geschützt haben in den letzten Tagen und Nächten ist es zu verdanken, dass den Geflüchteten in ihren Wohnungen nicht mehr passiert ist. Wir als Jusos Dresden sehen diese Bilder mit Bestürzung und hoffen, dass die Proteste gegen das Heim aufgehalten werden können. Die Situation in Berlin-Hellersdorf heute ist vergleichbar mit den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen. Wir wollen damit ins Bewusstsein rücken, dass das, was der rassistische Mob dort gerade anrichtet, schon mal in vergleichbarer Form stattfand und auch damals schon in keinster Weise ertragbar war.“

Die Jusos Dresden sind als Jugendorganisation der SPD mit etwa 400 Mitgliedern der größte politische Jugendverband in der Landeshauptstadt.

Von Politik befreit sind alle (Olympischen) Spiele

Der Winter steht zwar noch nicht vor der Tür, dennoch wirft er seinen Schatten voraus. Im Winter finden bekanntlich alle 4 Jahre große Sportspiele statt. Dieses Mal macht der olympische Zirkus in Russland halt. In Russland? Das Land mit dem lupenreinen Demokraten? Ja, Putin regiert immer noch und nach wie vor spottet diese Beschreibung jeglicher Realität. Also soweit nix neues.
Olympische Spiele finden im öffentlichen Raum statt. Nun sind ja aber die Arenen kein Mikrokosmos in denen es einzig und allein um Sport geht. Es geht glücklicherweise auch um Sportler*innen, die eben auch nicht-heterosexuell sein können. In den Grundprinzipien des Olympismus kann man dazu folgendes Lesen:
Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Jeder Mensch muss die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art und im olympischen Geist haben. Dieses erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay.
Wenden wir uns von denen ab, die unserer Solidarität brauchen, schaffen wir ein Klima, in dem die hässlichste Fratze die Homo- und Transphobie ist. Nur allzu oft ist der Fußball ein trauriges Beispiele. Gute Projekte gibt es ja zum Glück immer häufiger.

Nun ist Russland nicht als queer-freundliches Land bekannt. Die Gesetze legen Nicht-Heterosexualität als Strafe aus, da fallen die Verschärfungen der letzten Zeit kaum noch ins Gewicht. Es gilt daher den olympischen Geist mit Leben zu füllen und nicht nur für die Sportler*innen Raum zur freien Entfaltung zu schaffen, sondern ein politisches Statement in und für Russland zu setzen.
Nun gibt es aber scheinbar keine/kaum Projekte, die so etwas anprangern oder ändern wollen. Das könnte wiederum an Regel 51 der Olympischen Charta liegen, die sich mit Werbung, Propaganda und Demonstrationen beschäftigt:
Jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda ist an den olympischen Stätten, Austragungsorten oder in anderen olympischen Bereichen untersagt.
Die Sportler*innen werden ebenso angehalten sich dieser Regel zu beugen wie Trainer*innen, Betreuende,… sonst droht der Ausschluss von den Olympischen Spielen. Warum werden die Sportler*innen zur Zurückhaltung angehalten? Die Antwort ist doch erstaunlich einfach. Irgendwie muss der Quark ja finanziert werden. Geldgeber*innen sind die besten Freund*innen von Putin. Wer will denn auch freiwillig auf Geld verzichten, wenn die Funktionäre des IOC doch Geld brauchen und zwar nicht nur für den Sport. Der Kreis schließt sich an dieser Stelle.
Wenn die Grundprinzipien aber alles andere als unpolitisch sind und die Staatsoberhäupter sich reihenweise die Klinke in die Hand geben, muss man auch ehrlich genug sein und auch allen Beteiligten zugestehen Respekt und Toleranz einzufordern. Seien es die regenbogenlackierten Fingernägel, die Widmung einer Medaille oder der gleichgeschlechtliche Kuss.

Sebastian Storz, Mitglied im Juso-Landesvorstand

Juso-Bustour stoppt am Dienstag und Mittwoch in Dresden

Juso-BusDer Tourbus des Juso-Bundesverbands macht am 13. und 14. August endlich auch Station in Dresden. Der im Design des SPD-Jugendwahlkampfs gestaltete Bus fährt seit mittlerweile zweieinhalb Monaten quer durch Deutschland und macht in den verschiedensten Städten aufmerksam auf das Juso-Motto „Zeit. Für dich. Für Gerechtigkeit.“

Am 13. August wird der Bus von 12:30 Uhr bis in den späten Abend hinein im Alaunpark in der Äußeren Neustadt zu finden sein. Ab 19 Uhr werden dabei u.a. der Landtagsabgeordnete Henning Homann, die Dresdner Bundestagskandidaten Ines Vogel und Thomas Blümel, sowie der stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Matthias Ecke für Gespräche zur Verfügung stehen. In der Dresdner Innenstadt wird der Bus am Mittwoch von 11 bis 14 Uhr an der Ecke Wallstraße / Dr.-Külz-Ring präsent sein. Den Abschluss bildet anschließend bis 19 Uhr der Standort Lingnerallee / Lennéstraße (Nähe Haltestelle Großer Garten).

Für den Vorsitzenden der Dresdner Jungsozialisten, Stefan Engel, sind die Themen des SPD-Jugendwahlkampfs auch aus Sicht der Landeshauptstadt hochaktuell: „Immer mehr junge Menschen beklagen sich in Dresden über steigende Mieten. Bezahlbare Wohnungen sind gerade für junge Leute mit Kindern absolute Mangelware. Parallel dazu ist die staatliche Unterstützung durch Maßnahmen wie z.B. das BAföG nicht ausreichend. Gerade an solchen Stellen bietet das SPD-Wahlprogramm für junge Menschen die richtigen Antworten.“

Juso-Tourbus in Dresden

Banner Juso-BusDer Tourbus des Juso-Bundesverbands macht am 13. und 14. August endlich auch Station in Dresden. Neben vielen tollen Wahlkampfmaterialien bringt das kunterbunte Gefährt auch tolle Aktionen wie „Nazis wegkegeln“ oder die Gender-Torwand mit.

Für die beiden Tage haben wir folgenden Ablauf geplant:

  • Dienstag, 13. August: Von 12 Uhr bis in den späten Abend hinein dürfen wir den Bus im Alaunpark in der Äußeren Neustadt begrüßen. Ab 19 Uhr werden wir übrigens zusammen im Apark grillen und dürfen an dieser Stelle u.a. den Landtagsabgeordneten Henning Homann und unsere Dresdner BundestagskandidatInnen Ines Vogel und Thomas Blümel begrüßen.
  • Mittwoch, 14. August: Von 11 bis 14 Uhr wird der Juso-Bus in der Dresdner Innenstadt an der Ecke Wallstraße / Dr.-Külz-Ring zu finden sein. Anschließend ziehen wir in den Großen Garten um und quartieren uns an der Ecke Lingnerallee / Lennéstraße (Nähe Haltestelle Großer Garten) ein, wo wir bis in den Abend hinein zu finden sein werden.

Alle Interessierten sind natürlich herzlich dazu eingeladen, an einem der beiden Tage bei uns vorbeizuschauen und die Jusos ein wenig genauer kennenzulernen. 🙂